16. Station: St. Pauli / FC St.Pauli Museum
Der Fußballclub St. Pauli und seine Museumsarbeit
Der FC St. Pauli wurde offiziell am 15. Mai 1910 gegründet. Er entwickelte sich zu einem Mehrspartensportverein mit heute 23 Sportarten – von Beachvolleyball über Blindenfußball bis hin zu Bowling. Über Hamburg hinaus wurde der Verein jedoch vor allem durch seine Fußballmannschaft und ihre besondere Verbindung zum Stadtteil St. Pauli bekannt. Gleichzeitig steht der Verein für seine klare gesellschaftliche Haltung. Er setzt sich für Gleichberechtigung und gegen Rassismus, Sexismus und Antisemitismus ein.
Dieses Engagement zeigt sich nicht nur im Stadion auf Bannern und in Aktionen der Fans, sondern auch in Bildungsprojekten, Workshops sowie in der historischen Aufarbeitung gesellschaftlicher Themen und der eigenen Vereinsgeschichte – insbesondere mit Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus.
Ein besonderer Ort, um die Geschichte und Identität des Vereins kennenzulernen, ist das FC St. Pauli-Museum im Millerntor-Stadion. Die Dauerausstellung und wechselnde Sonderausstellungen zeigen die Entwicklung des Vereins auf und thematisieren aber auch die Ergebnisse der historischen Forschung.
Dazu gehört vor allem auch die biografische Forschung zu jüdischen Sportlerinnen und Sportlern, die Mitglieder des FCSP waren, deren Lebenswege und Schicksale.
Durch die Aufarbeitung ihrer Geschichten werden verdrängte Erinnerungen sichtbar gemacht und die Bedeutung des Sports als gesellschaftlicher und kultureller Raum hervorgehoben.
Diese Station zeigt: Der FC St. Pauli ist nicht nur Sportverein, sondern auch ein wichtiger kultureller und gesellschaftlicher Akteur im ehemals stark jüdisch geprägten Stadtteil.
Wegweiser zur nächsten Station
Folge dem Grindelhof bis zum Kreisel – Arie-Goral-Platz und biege rechts in die Hartungsstraße ein. Die nächste Station befindet sich vor den Hamburger Kammerspielen.
